Im Rahmen ihrer Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit kam der gesamte Jahrgang 10 des Greselius Gymnasiums in der letzten Woche vor den Herbstferien zum nbz Alfsee.
19.10.2023
Second Hand einkaufen, Nachhilfe geben und Lebensmittel aufbrauchen
Im Rahmen ihrer Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit kam der gesamte Jahrgang 10 des Greselius Gymnasiums in der letzten Woche vor den Herbstferien zum nbz Alfsee. Mit zum Plan gehörte die Anreise mit dem Fahrrad – die erste Herausforderung. Vor Ort gab es einen Workshop zu den 17 globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN unter der Leitung von Umweltpädagogin Irene Steiner. Dabei lernten die Schüler*innen, dass ökologische Aspekte immer mit der ökonomischen, sozialen und kulturellen Dimension zusammen hängen. Die FÖJ‘ lerin an der Biologischen Station Haseniederung, Johanna Lohbeck, hat den Workshop besucht und folgendes beobachtet.
„Klamotten Second Hand kaufen, freiwillig Nachhilfe geben, Lebensmittel aufbrauchen oder auch auf einen eigenen Pool im Sommer verzichten“ - diese Ideen stellten die Schüler*am Ende des Workshops vor, um selbst sich selbst aktiv an dem Erreichen der Nachhaltigkeitsziele zu beteiligen.
Ein erstes Kennenlernen der Ziele erfolgte spielerisch zum einen über verschiedene Bewegungsspiele zum anderem mit Hilfe eines Jenga Turms. Dieser bestand aus Klötzchen, auf dem je eins der 17 Nachhaltigkeitsziele abgebildet war. Nacheinander wurden die Bausteine herausgezogen und diskutiert, ob beispielsweise Ziel zwei „Kein Hunger“ bereits global erreicht ist. Dies wurde verneint und der Stein oben auf den Turm gelegt. Nach dem Dazulegen weiterer Klötze stürzte der Turm ein. Das Fazit der Schülerinnen und Schüler lautete: Wir müssen alle zusammen etwas verändern, damit unser System langfristig stabil wird.
Doch wo am besten ansetzen? Zum Beispiel bei dem Einkauf einer Jeans. Denn die Produktion dieser hat mehr mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung zu tun, als die Schülerinnen und Schüler anfänglich vermuteten. Mittels einer Weltkarte, auf welcher der Produktionsweg einer Jeans nun veranschaulicht wurde, erkannten die Schüler und Schülerinnen schnell, dass hier verschiedenste Nachhaltigkeitsziele relevant sind.
Menschenwürdige Arbeit, sauberes Trinkwasser, weniger Ungleichheiten, sowie nachhaltige/r Konsum und Produktion sind nur einige dieser Ziele. Da die Schülerrinnen und Schüler jedoch nicht unmittelbar in die Produktion von Jeanshosen eingreifen können, sammelten sie Ideen und Handlungsoptionen, die sie nun direkt in ihrem Alltag umsetzen können.
Durch den Kauf von Second Hand Kleidung kann nachhaltiger konsumiert werden, da nichts Neues produziert werden muss. Das Aufbrauchen von Lebensmitteln, statt diese zu entsorgen macht Konsum ebenfalls nachhaltiger. Wer freiwillig Nachhilfe gibt, kann Ungleichheiten in der Schule oder durch Sprachbarrieren reduzieren.
Und, der nächste Somme kommt bestimmt. Aber diesmal sollen die eigenen Pools zuhause leer bleiben, nahmen sich die 10-Klässler‘innen vor.